Gibt es eine Immobilienblase in Deutschland?

Gibt es eine Immobilienblase in Deutschland? Droht sie zu platzen und was würde passieren, wenn dies geschieht? Der Blick in die Zukunft gibt uns Anhaltspunkte dafür, was geschehen könnte.

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Gibt es Anzeichen für das Platzen einer Immobilienblase in Deutschland?

Immobilienverkäufer und -käufer sind besorgt über die oft zitierte Immobilienblase. Unter Experten besteht keine Einigkeit darüber, ob es sie in Deutschland überhaupt gibt. Die Spekulationen beruhen auf den kontinuierlich steigenden Preisen auf dem Immobilienmarkt, den historisch niedrigen Zinsen und der hohen Nachfrage. Auch der Ausbruch des Coronavirus und der Ukraine-Konflikt nähren die Gerüchte. Aufklärung rund um das Thema Immobilienblase in Deutschland verschafft dieser Artikel. 

Was ist eigentlich eine Immobilienblase?

Bei der Immobilienblase handelt es sich um eine besondere Form der Spekulationsblase. Das ist in der Vergangenheit immer wieder auf den Finanzmärkten zu beobachten gewesen. Eine Blase kann entstehen, wenn Käufer einen exorbitant hohen Preis für ein Produkt zahlen. Sie wird durch ein ungleiches Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage angeheizt. Dementsprechend gibt es bei einem Boom auf dem Wohnungsmarkt mehr potenzielle Käufer als zu verkaufende Objekte. Auf diese Weise steigen die Preise mit der Zeit und es bildet sich eine Blase bzw. ein großer, leerer Raum. Wenn die Preise ihren Höchststand erreichen, platzt die Blase und sie fallen dramatisch. Ein Beispiel für einen Immobiliencrash kommt aus den Vereinigten Staaten. Im Jahr 2007 stürzte das Land der unbegrenzten Möglichkeiten in die größte Immobilienkrise der Welt. Der Grund dafür war, dass die Banken früher Kredite zu sehr niedrigen Zinssätzen gewährten. Menschen mit niedriger Bonität konnten so ein Haus finanzieren. Als die Zinssätze stiegen, waren die Kreditnehmer nicht mehr in der Lage, ihre Kredite zu bedienen. Sie mussten verkaufen. Das passierte vielen Menschen, und so kam es zu einer Welle von Immobilienverkäufen, die die Preise sinken ließen.

Hohe Preise auch in Deutschland

Seit Jahren besteht in Deutschland eine hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien. Dafür gibt es drei Hauptursachen:

  1. Der allgemein niedrige Anteil an Eigenheimbesitzern im Vergleich zum europäischen Durchschnitt.

  2. Die gestiegene Nachfrage nach inflationssicheren Anlagen und ergänzender Altersvorsorge.

  3. Historisch niedrige Bauzinsen.

In einigen Teilen Deutschlands sind die Wohnungspreise so stark gestiegen, dass sich ein Normalverdiener kein Wohneigentum mehr leisten kann. Mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 8.000 bis 9.500 Euro für eine Eigentumswohnung im Frühjahr 2021 ist München einer der teuersten Standorte in Deutschland. Im gleichen Zeitraum lag der durchschnittliche Verkaufspreis für ein Einfamilienhaus bei knapp 1,5 Millionen Euro. München ist damit die teuerste Stadt in Deutschland. Auch in anderen Großstädten und Ballungsräumen sind die Preise in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass es in Deutschland tatsächlich eine Immobilienblase gibt!

Gibt es in Deutschland eine Immobilienblase?

Es gibt keine eindeutige Antwort auf diese Frage, denn nur die Zukunft wird zeigen, ob es wirklich zu einem drastischen Preisverfall kommt. Einige Experten glauben, dass dies bald geschehen wird. Andere hingegen halten mit folgenden Argumenten dagegen:

  • Nachfrage übersteigt deutlich Angebot, was sich vorerst wohl nicht ändern wird. Die Wohnungsknappheit kann nicht allein durch Neubauten ausgeglichen werden.

  • Die Kreditvergaberichtlinien für Immobilienkredite sind in Deutschland sehr streng. Ist die Kreditwürdigkeit des Antragstellers unzureichend, erhält er keinen Kredit, auch wenn der Zinssatz niedrig ist.

 

Auswirkungen des Platzens einer Immobilienblase

Je nachdem, in welcher Situation Sie sich befinden, kann ein Immobiliencrash das eine oder andere bedeuten. Diejenigen, die ihre Kredite bereits zurückgezahlt haben und nicht vorhaben, ihre Immobilien zu verkaufen, brauchen sich keine Sorgen um eine Immobilienblase zu machen. Immobilienverkäufer dagegen müssen nach mit niedrigeren Verkaufspreisen rechnen als vor dem Crash. Schwierig wird es auch für Immobilieneigentümer, denen eine Zinserhöhung bei der Anschlussfinanzierung droht. Sie sind möglicherweise nicht in der Lage, die höheren Rückzahlungen zu bewältigen.

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